blackprint
PropTech Report H1/2025
Alle Insights in den deutschen PropTech Markt - und darüber hinaus.
Der blackprint PropTech Report H1/2025 zeigt eine Branche im Umbruch: Mit 1.318 aktiven PropTechs erreicht Deutschland zwar ein neues Allzeithoch – doch das Wachstum hat deutlich an Tempo verloren. Nur +4 % Nettozuwachs und -30 % weniger Neugründungen im Vergleich zum Vorjahr markieren einen spürbaren Wendepunkt: Der Markt geht von der Expansionsphase in die Reifeprüfung.
Auch beim Kapital wird die Verschiebung klar: Das Finanzierungsvolumen sinkt auf 471 Mio. € und damit auf das schwächste Halbjahr seit 2022. Investoren agieren selektiver – gefragt sind nicht mehr „nice-to-have“-Digitalisierungsideen, sondern skalierbare Lösungen mit echtem ROI und operativer Relevanz.
Gleichzeitig entstehen neue Innovationsschwerpunkte: Während Energieeffizienz weiterhin ein Schlüsselthema bleibt, verliert das Segment an Exklusivität. Sanierung & Bauen im Bestand, Smart City, Projektentwicklung sowie Material- und Neubauinnovationen gewinnen an Dynamik – genau dort, wo der Druck der Branche am größten ist.
Trotz Konsolidierung und Marktaustritten wächst ein positives Signal im Hintergrund: Die Zahl aktiver Investoren steigt um +65 % auf 227 Kapitalgeber – das Risiko verteilt sich stärker, Frühphasenfinanzierungen werden breiter getragen. Der Report liefert damit nicht nur Zahlen, sondern eine klare Einordnung: Die Zeit der Oberfläche ist vorbei – jetzt entscheidet Substanz.
”Das erste Halbjahr 2025 zeigt die enge Verbindung und Auswirkungen der Branchenkrise auf den PropTech Sektor. Außerdem: Die Zeit von oberflächlicher Digitalisierung ist vorbei. Dafür gibt es weder Mittel noch ausreichend Nachfrage. Gefragt sind skalierbare, robuste Lösungen mit klarem Return on Investment. Besonders deutlich wird das in der Kapitalallokation: Energieeffizienz, smarte Sanierung, KI-gestützte Gebäudetechnik und dezentrale Energiesysteme entwickeln sich zu harten Erfolgsfaktoren für Innovation. Während Wagniskapitalgeber klare Forderungen und Trends formulieren, fehlen strukturelle Innovationsverankerungen in Bau- und Immobilienunternehmen und das konsequente Zurverfügungstellen von Wagniskapital durch die Branche. Dies ist ein gefährlicher Rückstand, der sich in der Underperformance zentraler Segmente sowie fehlenden Wagniskapitalflüssen niederschlägt. Ja, die Zeiten sind hart und schwierig, doch in der Konsolidierung liegt der Hebel für den Erfolg. Innovationen sind und bleiben entscheidend für den nachhaltigen Erfolg im Bau- und Immobiliensektor.
