Die erfolgreiche Aufstockung von Bestandsgebäuden setzt voraus, dass die Lastabtragung im Baugrund gezielt analysiert und die Fundamente bei Bedarf ertüchtigt werden.
Die Schaffung zusätzlichen Wohnraums in verdichteten Ballungsräumen gehört zu den zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre. Da freie Bauflächen zunehmend knapp werden und zusätzliche Flächenversiegelungen sowie der Abriss von Gebäuden aus ökologischer Sicht kritisch zu bewerten sind, rückt die Aufstockung bestehender Gebäude als Instrument der Innenentwicklung verstärkt in den Fokus. Untersuchungen zeigen, dass insbesondere Mehrfamilienhäuser der Nachkriegsjahrzehnte ein erhebliches Potenzial für zusätzliche Wohneinheiten bieten.
Mit jeder Aufstockung gehen jedoch zusätzliche Einwirkungen auf Tragwerk, Gründung und Baugrund einher. Während moderne Holz- oder Hybridkonstruktionen das Eigengewicht neuer Geschosse reduzieren können, müssen die zusätzlichen Lasten dennoch sicher in den Untergrund abgetragen werden. Die verfügbare Tragreserve der bestehenden Gründung wird damit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor vieler Projekte.
Die technische Herausforderung besteht darin, die Auswirkungen der Lasterhöhung realistisch zu bewerten. Bestehende Fundamente verfügen häufig nur über begrenzte Reserven. Werden zulässige Sohldrücke überschritten, können Setzungen, Rissbildungen oder Gebrauchstauglichkeitsprobleme auftreten. Deshalb sind eine detaillierte Analyse der Bestandskonstruktion und eine geotechnische Bewertung des Baugrunds unverzichtbare Bestandteile jeder Aufstockungsplanung.
Im Mittelpunkt der Betrachtung steht dabei die Frage, wie sich die Lastabtragungskapazität des Systems aus Fundament und Baugrund erhöhen lässt. Klassische Verfahren wie Unterfangungen oder Pfahlgründungen sind technisch bewährt, jedoch häufig mit erheblichen Eingriffen in die Gebäudenutzung verbunden. Zudem erschweren beengte innerstädtische Verhältnisse oftmals die wirtschaftliche Umsetzung solcher Maßnahmen.
Zunehmend kommen daher minimal-invasive Verfahren der Baugrundverbesserung zum Einsatz. Ziel dieser Methoden ist es, die Tragfähigkeit des Untergrunds zu erhöhen und gleichzeitig Verformungen aus zusätzlichen Lasten zu begrenzen. Ein wesentlicher Vorteil solcher Injektionsverfahren besteht darin, dass sie häufig ohne Baugruben, umfangreiche Erdarbeiten oder größere Nutzungseinschränkungen ausgeführt werden können.
Ein Beispiel hierfür ist das URETEK Verfahren. Bei diesem Verfahren werden über kleine Bohrungen spezielle zwei-Komponenten-Harze gezielt in den Baugrund eingebracht. Durch die Expansion des Materials entstehen Verdichtungs- und Verspannungseffekte im Untergrund, die zu einer Erhöhung der Tragfähigkeit und einer Reduzierung möglicher Setzungen führen können.
Das URETEK Verfahren ermöglicht die Baugrundverstärkung ohne Baugruben und umfangreiche Erdarbeiten. Die Arbeiten können bei laufender Gebäudenutzung durchgeführt werden, benötigen nur wenig Platz und sind in vielen Fällen innerhalb weniger Tage abgeschlossen. Darüber hinaus ist das Verfahren grundwasserneutral, ganzjährig einsetzbar und bietet durch den Verzicht auf aufwendige Baumaßnahmen ökologische Vorteile sowie eine deutliche Reduzierung der CO₂-Emissionen gegenüber konventionellen Lösungen
Aus technischer Sicht eröffnet die gezielte Baugrundertüchtigung neue Möglichkeiten für die urbane Nachverdichtung. Viele Projekte, die aufgrund begrenzter Tragreserven zunächst kritisch erscheinen, können durch geeignete Maßnahmen realisiert werden. Dadurch wird zusätzlicher Wohnraum geschaffen, ohne weitere Flächen in Anspruch zu nehmen oder bestehende Quartiere räumlich auszuweiten.
Fazit: Das große Potenzial der Aufstockung kann nur erschlossen werden, wenn die zusätzlichen Lasten sicher in den Baugrund eingeleitet werden. Die frühzeitige Bewertung der Tragreserven sowie der gezielte Einsatz geotechnischer Ertüchtigungsmaßnahmen bilden daher einen wesentlichen Schlüssel für die erfolgreiche Umsetzung von Nachverdichtungsprojekten.
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Über URETEK Deutschland GmbH
Die URETEK Deutschland GmbH ist Spezialist für die Ertüchtigung und Instandsetzung von Betonböden und Fundamenten. Durch die Injektion von Expansionsharzen in den Baugrund werden Setzungsschäden saniert und die Tragfähigkeit von Fundamenten und Betonböden erhöht. Schnell, zerstörungsfrei und ohne Betriebsunter-brechung.
Gewerbliche, öffentliche und private Auftraggeber profitieren von einzigartigen Vorteilen in puncto Kosteneffizienz, Gebäudeschonung und Nachhaltigkeit.




